Chronik

Die Geschichte des HTSV Leiberg e.V.

Dieser wohl einmalige Vereinsname findet seinen Ursprung in einem Zusammenschluss mehrerer früherer Vereine Leibergs, die entweder während oder in Folge des Krieges ihre Tätigkeiten nicht mehr ausüben durften, wie z. B. der Heimatschutzverein (Schützenverein). So machte man sich gemeinschaftlich unter dem Dach des Sportvereins daran, an frühere gemeinschaftliche Aktivitäten anzuknüpfen und erworbenes Kulturgut zu erhalten und fortzu-führen. Waren die Vereinsfarben des vorangegangenen Sportvereins der DJK Leiberg noch Grün-Weiß, so standen nun die zur Gründungszeit des HTSV Leiberg sehr erfolgreichen Revierkicker von Schalke 04 Pate für die neuen Vereinsfarben Blau-Weiß.

So manchen Quer-, Steil- aber leider auch Rückpass musste der HTSV Leiberg in seiner nun mehr als 50 jährigen Nachkriegsgeschichte hinnehmen, bevor man nicht ohne Stolz auf den heutigen Breitensportverein schaut. 20 junge Leiberger Burschen kickten an einem herbstlichen Sonntagnachmittag 1945 nur so zum Spaß. Daraus entwickelte sich rasch der Wunsch, einen Sportverein in Leiberg – wie vor dem Krieg die DJK – zu gründen.

Als die hochverschuldete Schützenhalle 1945 verkauft werden sollte, gründeten die jungen Sportfans eine Turn- und Fußballabteilung, um mit dem britischen Militärkommandanten in Büren Verhandlungen aufzunehmen. Dieser erteilte die Freigabe der Halle unter der Bedingung, diese nur für sportliche Zwecke zu nutzen.

Mit Theaterspielen zu Weihnachten 1945 und einem ersten Sportfest im Herbst 1946 waren die Schulden für die Halle aufgebracht. Auch sportlich lief es zunächst für Leiberg erfolgreich: Am 18. Januar 1946 genehmigte die Militärregierung der Briten in Büren das Gesuch auf eine Vereinsgründung des Heimat-, Turn und Sportvereins. Der HTSV Leiberg war geboren. Der 119 Mitglieder zählende Verein nahm sofort am Sportbetrieb im April 1946 teil und erzielte hervorragende Ergebnisse.

Im Jahr 1947 feierten die Leiberger auch wieder ihr erstes Schützenfest als ein kombiniertes Sport- und Schützenfest. Im gleichen Jahr wurde zudem ein neuer Sportplatz angelegt und ein Theaterspiel im Winter aufgeführt. 1948 kam es dann aufgrund der Währungsreform zu einer finanzieller Krise. Vier Jahre später wurde der Spielbetrieb eingestellt, da der HTSV finanziell am Ende war, ehe er 1959 als reiner Fußballverein mit 40 Mitgliedern wiedergeboren wurde.

In den 60er und 70er Jahren wurde mehr und mehr die Jugend gefördert, sodass der HTSV Leiberg sich zu einer der erfolgreichsten Mannschaften im Sportkreis Büren mauserte. Mit dem sportlichen Aufschwung wurde immer häufiger der Wunsch nach einem attraktiven Sportgelände geäußert. In großer Eigenleistung entstand so 1972/73 der neue Rasensportplatz am Sohlweg, zu dem 1986/87 ein Ausweichsportplatz hinzukommen sollte.

Im Jahre 1985 gelang erstmals der Aufstieg in die Bezirksklasse. Der HTSV stand auf dem Gipfel der Vereinsgeschichte. Nach einigen Abstiegen bis in die B-Liga gelang im Jahre 1996 wiederum der Aufstieg in die Bezirksliga. Im gleichen Jahr wurde auch das neue Sportheim eingeweiht, welches in über 12.000 Stunden Eigenleistung errichtet wurde.

Der HTSV Leiberg hat sich in seiner mehr als 50jährigen Nachkriegsgeschichte mehr und mehr zu einem Breitensportverein entwickelt. Die Leiberger Mädchen und Frauen haben den einst reinen Männerclub, abgesehen von einer Damenmannschaft in der Nachkriegszeit sowie einer kleinen Damenturngruppe in den 60er Jahren, den HTSV entdeckt.

Seit dem 5. September verfügt Leiberg zudem über eine städtische Turnhalle. Mit der Einweihung dieser Halle erlebte der Sportverein nochmals einen erheblichen Aufschwung, da nun das Angebot um zahlreiche Hallensportarten erweitert und auch rege in Anspruch genommen wurde. So steig nicht nur die Mitgliederzahl sondern auch die Zahl der Übungsleiter(innen), sehr zu Freude des Sportvereins.

Im Jahre 2002 trennte sich der HTSV Leiberg von der Fußballabteilung. Durch den Zusammenschluss der Fußballer des HTSV Leiberg und des TuS Bad Wünnenberg entstand die Fußballspielvereinigung Bad Wünnenberg-Leiberg (FSV). Diese wird weiterhin in Zusammenarbeit mit dem HTSV, jedoch selbständig, geführt.

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